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17.12.2018 - Firmvorbereitung - Lichterfest

Auftakt der in der Pfarreiengemeinschaft MITEINANDER am 17.12.2018 um 19:00 Uhr in Maria Himmelfahrt Wachtum.

Schon eine halbe Stunde vor Beginn füllte sich das Pfarrhaus in Wachtum. Jeder Raum, vom Gruppenraum bis zum Abstellraum wurde genutzt, um ein erstes Hallo der neuen Firmbewerber/innen mit ihren Katechetinnen innerhalb der Ortsgruppen hinzubekommen.
Aus Ahmsen kamen 4, aus Vinnen 5, aus Lahn 10, aus Wachtum 9, aus Lähden 16 und aus Holte-Lastrup-Herßum 12 ( plus eine Abmeldung wg. Krankheit) eingetrudelt und erwarteten gespannt, was die 8 Firmkatechetinnen für die Lichterfeier in der dunklen Kirche vorbereitet hatten, in die man gemeinsam um 19 Uhr einzog.
Ein Gong durchbrach schließlich die dunkle Stille und es folgte ein Poetry Slam zum Thema, was bedeutet mir Licht? Im Anschluss beschäftigten sich Stimmen aus dem Off mit der Dunkelheit. Dem trat schließlich der Jesajatext 9,1-6 entgegen, wo es u.a. hieß“ Das Volk, das in der Finsternis ging,
sah ein helles Licht; über denen, die im Land des Todesschattens wohnten, strahlte ein Licht auf.
2 Du mehrtest die Nation, schenktest ihr große Freude.“
Der Altarraum erstarrte dabei plötzlich in buntem Licht.
Diesem Moment nutze Gemeindereferentin MariaThünemann um die 57 Firmbewerber 2019 zu begrüßen und in das „4. Friedens-, Versöhnungs- und Lichterfest der Firmlinge“ inhaltlich einzuführen. Ausgehend vom dem kürzesten Glaubensbekenntnis, dem Kreuzzeichen.
Das Lied „Du bist das Licht der Welt“ schaffte den Übergang zu Friedensstelen, die im Rahmen einer Ausstellung von der Pfarreiengemeinschaft Artland in der Kirche aufgestellt wurden. Einführende Worte der Gemeindereferentin und der Katechetin Theresa zum Projekt „Die Hoffnung auf Frieden zum Leuchten bringen“, beschrieben den Zusammenhang zwischen Frieden und Versöhnung, in der Welt und bei uns selbst. Angefangen mit der eigenen Geschichte und mit den Geschichten, wie die Welt sie schrieb und schreibt in der Vielfalt der Religionen, Kulturen und Völker, um „unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens“.(Vgl. Lk 1,79)
Nach und nach erhellte dann eine bunte Stele den Raum. Dabei trugen die Firmkatechetinnen Sarah und Louisa gemäß des verorteten Friedensbegriffs auf der lichtdurchschienenen Glasstele passende Texte vor. Bei Paix ( Französisch für Frieden) wurde an den Begründer des Pazifismus erinnert, ein Franzose namens Émile Arnaud, Bei Peace gedachte man dem Boxer Muhammed Ali, der aufgrund seiner Verweigerung in Vietnam zu kämpfen sämtliche Titel aberkannt bekam, bei Mir (Russisch für Frieden) erinnerte man sich der Geschichte als Oberst Petrow während des Kalten Krieges 1983 durch umsichtiges Handeln den 3.Weltkrieg verhinderte, die Begriffe Shalom und Salem beschrieben zusammengenommen, das praktische Beispiel von 33 Israeliten und 33 Palästinensern, die als Zeichen für gelingenden Frieden in Jerusalem zusammenleben und bei dem Wort Frieden, wurde dem legendären Weihnachtsfrieden gedacht, den an der Front deutsche und britische Soldaten am 24.12.1914 schlossen.
In der anschließenden Stille gedachte ein/e Jede/r den eigenen Möglichkeiten sich aktuell für ein friedvolles Miteinander einzusetzen. Um diese Gedanken zu bündeln entzündete ausdrucksstark jeder Firmbewerber eine Vigilkerze und stellte sie in eine Sandschale des Altarraums auf. Ein Kreis wurde gebildet und ein Lied eingespielt, wo Sehnsuchsworte wie „Blick zum Himmel,“ „Zukunft gestalten“, “gemeinsam zusammenstehn“ oder „denk nicht ,du bist allein“, „wir können was bewegen“ auftauchten. Dem schloss sich ein gemeinsames Vater Unser an und der Friedensgruß an.
Als Sarah instrumental mit ihrer Querflöte aufspielte, fiel der Blick der Jugendlichen auf Steffi, die von hinten mit dem Friedenslicht von Betlehem einzog. Unter den Gitarrenklängen von Kerstin beschrieb Marina die Tradition des Friedenslichtes, welches entzündet an der Geburtsgrotte in Betlehem , mittels Licht-Stafette über 8000 km zurückgelegt hat, um nun hier in Wachtum an die Firmlinge verteilt zu werden. Mit der Botschaft, dass die Jugendlichen die Friedensbotschaft des Kindes in der Krippe mitnehmen mögen in ihre Dörfer, Häuser und zu lieben Verstorbenen, verteilte Katechetin Emma und andere schließlich in einer Lichterkette das Friedenslicht von Betlehem an den Kreis der Firmlinge. Das Motto des Friedenslichtes in diesem Jahr heißt: Frieden braucht Vielfalt.

Friedenslicht vor den Vigilkerzen der Firmlinge (gestellt am Ende des Gottesdienstes)

Das Friedenslicht in den Händen haltend, wurden schließlich die Kerzen und die Firmbewerberinnen für ihren Weg zum Sakrament der Firmung gesegnet. Ein Segensgebet leitete letztlich den Abschlusssegen ein.
Gemeindereferentin Maria Thünemann bedankte sich am Ende noch besonders bei dem Küster und den tatkräftig mitdenkenden Firmkatechetinnen, die sich teilweise trotz ihrer schulischen ( z.B. Abi) und beruflichen Belastung Zeit nehmen, die Firmvorbereitung zu unterstützen.

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Weiter geht es mit dem Credomittwoch am 9.1. von 17.30 Uhr bis 21 Uhr im Jugendkloster Ahmsen. Wie heißt das Motto doch gleich….YouR turn!
Euer Katechetenteam freut sich auf Euch!

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