pfarreiengemeinschaft-miteinander.de

11.2020 Nachblick Verabschiedung Maria Nortmann

Maria Nortmann
Nach 42 Jahren geht die Leiterin der St. Vitus-Kindertagesstätte in Lahn in den Ruhestand. Unser Bild zeigt Claudia Heinz (von links), die Familie Nortmann mit Matthias, Anton, Christina, Theo, Hermann, Maria, Sandra, Heiner, Eva sowie Anna-Maria und Pfarrer Andreas Bleise.

„Generationen von Kindern und Eltern danken Maria Nortmann“
Leiterin des Kindergarten St. Vitus in Lahn verabschiedet
Von Martin Reinholz
Lahn. Nach 42jähriger Berufstätigkeit hat die Katholische St. Martinus Kirchengemeinde in Lahn die Leiterin des dortigen Kindergartens, Maria Nortmann, in den Ruhestand verabschiedet. Im Rahmen einer feierlichen Dankandacht in der Lahner Pfarrkirche dankten zahlreiche Wegbegleiter der scheidenden Leiterin des St. Vitus Kindergartens.
„Generationen von Kindern und Eltern – mittlerweile auch Großeltern – danken Maria Nortmann für ihre Arbeit“, sagte Andreas Bleise, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Miteinander, zu der neben Lahn auch die Kirchengemeinden Ahmsen, Holte, Lähden, Vinnen und Wachtum gehören, in seiner Laudatio. Aufgrund der aktuellen Corona Situation fand die Verabschiedung „im kleineren Kreis ohne Kinder“ statt, bedauerte Pfarrer Andreas Bleise.
Maria Nortmann habe bei ihrer Tätigkeit im Kindergarten Lahn ihre Erfahrungen aus ihrer Familie mit Kindern und Enkelkindern eingebracht, machte Bleise deutlich. „Ehemann und Töchter sowie die Enkelkinder waren eingebunden in ihrer Arbeit – nie theoretisch, sondern immer ganz praktisch“, so der Pfarrer weiter.
Bei zahlreichen Festen wie zum Beispiel zum Erntedank, bei Großeltern-Nachmittagen oder Abschiedsfeiern der Schulneulinge habe Maria Nortmann immer als „Mutter der Kompanie“, die Fäden in der Hand gehabt. Die „religiöse Komponente“ sei für Maria Nortmann kein „Satz für ein Leitbild“, sondern „gelebter Glaube“, erklärte Andreas Bleise.
Zahlreiche Ehrengäste lobten in der sehr emotionalen Dankandacht das Engagement Maria Nortmann`s. So meinte Sonja Vox-Specker von der Caritas Fachberatung für katholische Kindertagesstätten, dass Nortmann „mit einem großen Herz“ bei ihrer Arbeit war. „Bei Maria Nortmann hat man gemerkt, dass der Beruf von der Berufung kommt“, sagte Werltes erster Samtgemeinderat Christian Rüve. Sie sei das „Herz des Kindergarten Lahn“, meinte Rüve, der stellvertretend auch den Dank der Gemeinde Lahn, der Stadt Werlte und des Landkreises Emsland überbrachte.
Der frühere Schulleiter der Grundschule Wehm, Johannes van der Beeke, die kommissarische Leiterin Carola Gerdes und Lahns Schulleiter Josef Meyer dankten für eine „gute Zusammenarbeit“ zwischen Kindergarten und Schulen unter der KiTa-Leitung von Maria Nortmann.
Annette Pupelis, Sprecherin der Kindergärten in der Samtgemeinde Werlte, wünschte der angehenden Ruheständlerin: „Bleib so, wie du bist!“ Für Maria Nortmann habe es bei ihrer Tätigkeit kein „es geht nicht“ gegeben, so Pupelis. Claudia Heinz, die selbst schon bei Maria Nortmann als „Kindergarten-Kind“ war, dankte im Namen des gesamten Mitarbeiter-Teams des St. Vitus Kindertagesstätte Lahn. „Maria Nortmann gehört zum Kindergarten wie der Deckel zum Topf“, meinte Heinz. Nortmanns Arbeit sei „bemerkenswert“. Schon als Kind und auch heute habe sie viel von der langjährigen Leiterin gelernt, sagte Claudia Heinz und fügte im Namen des Mitarbeiter-Teams hinzu: „Wir werden dich sehr vermissen“.
Maria Nortmann sagte allen, mit denen sie in den letzten 42 Jahren zu tun hatte ein „Herzliches Dankeschön“. In den über vier Jahrzehnten habe sich in der Kindergarten-Landschaft viel verändert, stellte Nortmann fest. Als Beispiel nannte die engagierte Leiterin die Tatsache, dass in den 1970er Jahren für die Anmeldung eines Kindes für den Kindergarten ein einseitiger Antrag reichte. Heute müssten die Eltern einen Antrag mit 35 Seiten und einer Kopie einreichen, um ein Kind für die Kindertagesstätte anzumelden.
Abschließend dankte Nortmann besonders ihren Kollegen im Kindergarten. „Nur ein gutes Team kann erfolgreich bei der Arbeit mit den Kindern und Eltern sein“, meinte sie. Ein Wort des Dankes richtete sie auch an ihren Mann Hermann und den beiden Töchtern, die sich immer wieder in das „Familien-Unternehmen Kindergarten“ einspannen ließen. Nortmann wörtlich: „Ich werde wohl einiges vermissen, das sollt ihr zum Abschied wissen.“

Die Töchter und Enkelkinder Sandra (von links), Anton, Anna-Maria, Eva, Christina und Theo gratulierten ihre Oma und Mutter zum Eintritt in den Ruhestand.

« zurück